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Und da steckt man wieder in der Zwickmühle. Vor Kurzem wurden wir per Mail nach unseren Schuhgrößen gefragt, und wir wurden gefragt, ob wir uns nicht ein paar Schuhe aus dem Def-Shop bestellen wollen. Und uns wurde gesagt, wir können das einfach tun und müssen nichts bezahlen. Einfach nur, weil wir gerne über Sneakers schreiben. Und dann sitzt man da und guckt sich das Angebot an und denkt hin und wieder “Hach ja.” oder “Mhhhhm.” und überlegt sich, ob man dieses Angebot annehmen soll, denn natürlich steckt dahinter der Wunsch einer Firma erwähnt zu werden. Natürlich steht man da als kleiner Sneakerblogger da und denkt: “Koofen könntste dir die Schuhe nich, toll sindse trotzdem, hättste schon gern. Wie machste das jetzt?” Fakt ist: Wir haben Ja gesagt.

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Und jetzt können wir darüber reden. Denn auf der letzten re:publica wurde auf dem Modeblogpanel auch darüber gesprochen, ob man Geschenke von auswärts annehmen solle oder nicht. Ob man drüber schreiben solle oder nicht. Und wir haben lange diskutiert und für uns noch keine eindeutige Position gefunden. Denn natürlich freuen wir uns, wenn wir Schuhe geschenkt bekommen, das ist uns hier bei den Sneakergirls zum ersten Mal passiert. Sonst werden wir eigentlich immer nur nach Nennungen und Links gefragt. Hier kam es, dass man uns Schuhe schenken wollte. Die Modeblogs und ihre Geschenke, jaja , wir wissen schon. Auch wir sehen das kritisch. Wir möchten nicht den Eindruck erwecken, man könnte unsere Meinung kaufen.

(Anmerkung von Lisa: “Denn ich habe auch mal dem Springer Verlag eine Absage erteilt, obwohl er mir für meine damaligen Verhältnisse recht viel Geld geboten hat. Für ein paar Worte an einem großen Abend. Und ich habe abgelehnt. Ich könne ja sagen, was ich wolle, ich könne ruhig auch kritisieren. Ich hab’s trotzdem sein lassen, weil das nicht mein Umfeld war, weil ich wusste, auch wenn ich kritisiere, kommt es nicht an, wie es ankommen soll. Es ändert nichts - ob ich dort etwas erzähle oder nicht.”)

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Im akuten Fall wollte man nicht, dass wir irgendetwas erzählen. Hier fragte man, ob man verlinkt werden könne. Und wir machen das. Wir sagen offen und ehrlich: Der Def Shop hat uns Schuhe geschenkt. Das sagt nicht mehr über den Def Shop, als dass sich die Damen und Herren dahinter mit den Blogs ihrer Zielgruppe beschäftigen. Sie haben uns auf dem Schirm, das ist eine gute Sache. Wir werden hier keine Rezension über den Shop abgeben, denn wir haben uns selbst noch keinen Standpunkt zu dieser Art von Geschenken erarbeitet. (Anmerkung von Lisa: Bei meiner Arbeit als freie, bezahlte Autorin wurde ich mit diesem Thema nicht konfrontiert.) Und jetzt sitzen wir da und haben Schuhe bekommen und freuen uns und sagen Danke. Weil man das so macht.

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Anmerkung von Lisa: Und wenn ich das mal sagen darf: Auf den ersten Blick war ich ganz schon geblendet von dem Silber und dem Blingbling, aber nach dem Anziehen und ein bisschen Knautscherei tragen sich die Adidas Grace Mid Sleek W Sneaker Metallic Silver ziemlich super. Ich hab schmale Füße, meine Füße und die Schuhe passen also sehr gut zusammen. Obwohl ich die mitgelieferten, weiteren Farbschnallen relativ geschmacklos finde, außer Silber und Orange wird es nichts an meine Füße schaffen. Mich erinnern die anderen Muster eher an Badehosen abseits des guten Geschmacks.

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Anmerkung von Annika: Ich bekam mein Paket an einem Mittwoch. Da lag es in meinem Zimmer und dann durfte ich es auspacken. Der Schuhkarton kam raus und vorne drauf stand Adidas Sleek Series und man durfte weißes knisterpapier Papier auf die Seite schieben. Die Adidas Nizza Mid Sleek White/Realred haben rote Herzen drauf und kamen mit roten extra Schnürsenkeln. Das sind richtige feelgood shoes. So wie man das an Tagen braucht, wo es nicht nur draussen sondern auch in einem drinnen regnet. Über den Def-Shop kann ich auch nicht viel sagen ausser: Danke für die tollen Sneakers. Wenn man Ahnung von Online-Shops hätte, dann könnte man sich als Endverbraucher ein wenig mehr Designarbeit wünschen, also in der Übersichtlichkeit des Shops oder in der Art und Weise wie man den Käufer persönlich anspricht, sodass man nicht so das Gefühl von Warenhaus im Internet hat.

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Anmerkung von Sue: Zur Zeit bin ich nicht viel zu Hause, eigentlich nie; das Paket wurde also bei meinem lustigen Nachbarn abgegeben, der immer nur mit einem Handtuch-Lendenschurz die Tür öffnet. Darin lagen diese türkisen Skaterschuhe von Circa (mit dem langen Namen Circa 99 Vulc Skate Shoe Mosaic Blue/White/Plaid), die mich an meine frühe Jugend erinnern, als ich nur Skaterschuhe trug und ein bisschen Snakeboard fuhr, diese Schuhe, die sich wie kleine Boote an den Füßen anfühlen. Wir sind in den letzten Tagen viel gemeinsam durch Berlin gelaufen; mit neuen Schuhen viel laufen ist ja immer eher so eine semi-gute Idee. Man kann das trotzdem machen, und man kann geschenkte Schuhe annehmen, wenn man es ehrlich sagt, und nicht so tut, als würde man “rein zufällig” diesen Shop und diese speziellen Schuhe empfehlen.

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Und dann stellt sich die Frage: Wie seht ihr das mit den Geschenken als unabhängige/r BloggerIn? Nimmt man sowas an? Lässt man es sein? Darf man das, wenn man für eine Redaktion schreibt? Annehmen und nicht drüber schreiben? Offen drüber schreiben? Verdeckt drüber schreiben? Schreibenpopeiben?